|
Biographie 1959 Geboren in der Nähe von Stuttgart in Deutschland 1978-1982 Sobald ich im zarten Alter von achtzehn Jahren die Freiheit und den Lebensstil des professionellen Strassenmusikers entdeckt hatte, gab es kein zurück mehr. Meine alte Citroen Kastenente wurde in ein kleines Wohnmobil verwandelt und los ging’s. Eine meiner ersten Touren machte ich zusammen mit einem Pantomimen namens Habbe Ehrenfeld. Unsere ersten dilettantischen Versuche die Menschen nicht nur zum stehen bleiben, sondern auch zum bezahlen zu bewegen, brachten uns quer durch die Republik deutscher Fussgängerzonen. Später war ich alleine unterwegs als Bombadil’s Big Band und bereiste viele europäische Städte, immer auf der Suche nach einer neuen Fussgängerzone, einem Strassen-Cafe oder einer Piazza. Bald darauf spielte ich auch schon auf den ersten Festivals, wie z.B. dem Nyon Folk Festival in der Schweiz. 1983 Ich reiste zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten von Amerika. In
Kalifornien
kaufte ich mir einen alten Schulbus, als Wohnmobil ausgebaut und tingelte
die Westküste rauf und runter. Ich war sehr überrascht über den Erfolg
den ich hatte und fast verblüfft darüber, wie herzlich mich die Amerikaner
aufnahmen. Ich wurde auch öfters eingeladen in Radioprogrammen zu spielen, unter anderem im Sender KPFA in Berkeley, wo mich Chris Strachwitz , Besitzer von Arhoolie Records, als Nachwuchstalent präsentierte. Im Nordwesten nahm ich derweil mit grossem Erfolg an mehreren Festivals teil, unter anderem dem Oregon Country Fair oder Bumbershoot in Seattle. 1984-1985 Mit meinem One Man Band Kollegen Chris Lejeune flog ich nach Bangkok. Als The Hot Feet Brothers reisten wir mit unserem OMB Duo durch Thailand, Malaysia, Singapur, Hong Kong bis Japan. Im Sommer kehrte ich in die USA zurück um mich dem Old Time New Age Chautauqua anzuschliessen, einer reisenden Vaudeville Truppe, präsentiert vom legendären Folk-Sänger und Story-Teller Utah Phillips. Ich war mir der Ehre bewusst, die es bedeutete mit Leuten wie ihm, oder Persönlichkeiten wie Faith Petric, Tom Noddy, den Flying Karamazov Brothers, Artis the Spoonman, Steven Bernstein, Peter Apfelbaum und vielen anderen phantastischen Künstlern unterwegs zu sein. Mit dieser bunten Karawane zog ich etliche Wochen durch den Nord-Westen der USA, von verschlafenen, kleinen Arenen wie dem Sportplatz der Blackfoot Indian Reservation in Browning, Montana zur grossen Bühne des Vancouver Folk Festivals. Im Winter war ich zurück in Asien. Zum Geld verdienen kurz nach Japan, dann in die Philippinen, Indonesien und zurück nach Thailand, wo ich mich wieder mit Chris traf und zwei weiteren One Man Bands: Jim Franklin and Bernd Meyer, wie wir unterwegs in aller Welt. Wir nannten uns nach der Insel deren Strand-Cafes wir abklapperten: The Koh Samui Allstars. Später reiste ich alleine in das soeben für Individualtouristen zugänglich gemachte China. Obwohl streng verboten, begleitete mich eine junge Chinesin durch den Süden ihres so fremden Landes, wobei mir ihre guten Englischkenntnisse sehr halfen mich in den Dörfern und Städten zurechtzufinden. Zurück in Amerika traf ich auf dem Oregon Country Fair den von mir sehr geschätzten Gitarristen Michael Hedges wieder, der mich bereits das Jahr zuvor gesehen hatte. Da ihm meine Show gut gefiel, lud er mich spontan in sein Studio ein und produzierte mein erstes Album: Hot Feet‚ völlig umsonst. 1986-1987 Nach einem längeren Aufenthalt in Boulder/Colorado entschloss ich mich das Land in Richtung Ostküste zu überqueren. Über Toronto fuhr ich nach Montreal und Quebec City, wo ich eine Franco-Kanadierin namens Odette traf, die eine faszinierende Tanz und Jonglier Show darbot. Wir taten uns zusammen und bereisten mit unserer Honeymoon Road Show‚ Europa und Nord-Amerika. Als Solokünstler wurde ich 1987 das erste Mal Zum Buskers Festival nach Halifax in Nova Scotia eingeladen. Dort kam ich so gut an, dass ich mich das erste Mal im Leben wie ein kleiner Star fühlen durfte: Begeisterte Fans die bereits auf mich warten, wenn ich zum spielen kam, Artikel in Zeitungen des ganzen Landes, Radio und Fernsehspots über mich und meine One Man Band. 1988-1989 Ein neues Kapitel. Ich flog im Herbst von Kanada aus nach Mexiko und verliebte mich auch gleich in Latein-Amerika. Jedes Städtchen bot einen zentralen Platz, auf dem man nie Probleme hatte eine Zuschauermenge um sich zuscharen und sich damit die nötigen Unkosten für das Unterwegssein zu verdienen. In Guatemala verbrachte ich viel Zeit an den Ufern des magischen Atitlan Sees, wo ich an Wochenenden, wie auch zahlreiche andere Musiker in dem kleinen Ort Panajachel spielte. Mein zweites Album: Live in the Circus Bar, auf dem ich zehn Lieder in acht Sprachen darbot, war eine Momentaufnahme dieser Zeit. Mit meiner Frau Annelis, einer Schweizerin die ich ebenfalls dort traf, reiste ich 1989 ein Jahr durch Süd-Amerika. Über Costa-Rica nach Kolumbien, dann über Land nach Peru, Bolivien, Brasilien, Uruguay, Argentinien, Chile und wieder zurück nach Kolumbien. 1990-1991 Wieder in Guatemala begann ein weiteres wichtiges Kapitel in meinem Leben. Im August wurde unsere Tochter Soluna Samay geboren. Wir liessen uns am Seeufer nieder, bauten langsam ein Haus, zogen unser eigenes Gemüse, backten Brot und wuschen dreckige Windeln aus. Ohne Strom und fliessendem Wasser aber mit viel Zeit in der Natur. Nur wenn uns das Geld ausging machte ich gelegentliche Touren nach Mexico, wo ich unter anderem auch auf dem Theater und Musik Festival Cervantino in Guanajuato auftrat. 1992-1993 Der erste Sommer in Europa seit zehn Jahren. In einem Wohnmobil begann ich meine alte Busker Routine wieder. Ich entdeckte viel neues, wie Ost-Deutschland oder die wunderschöne Stadt Prag auf deren Karlsbrücke ich mit die besten Shows des Sommers machte. In Deutschland war ich öfters im Fernsehen zu Gast ,wie zum Beispiel im ZDF Fernsehgarten oder der Hans Meiser Show auf RTL und nachdem ein Photo von mir auf der Prager Karlsbrücke in der Clubzeitschrift des ADAC erschien, war ich plötzlich für Millionen Deutsche jemand, den sie „irgendwoher“ kannten. Ende 93 traf ich mit meinem alten Freund Gitarrist Dagobert Böhm, zusammen mit dessen Hilfe ich meine erste CD “ One Man Bandstand “ produzierte. 1994-1996 Zum ersten Mal in Norwegen im Sommer, wo ich viele legendäre Busker wie Don Partrige, Phil Free, Lawrence Glaister, Des Bader oder Dr.Harmonica wieder traf und andere Typen die ich bisher nur vom Hörensagen kannte: Jim Pizza, Moti Rymarczuk oder Leo Gillespie. Nach der Saison, Ende August, trafen wir uns alle in einem kleinen Ort namens Beitostolen, in den Bergen für ein kleines Festival und eine grosse Party. Im Oktober nahm ich meine zweite CD “ Rockin´the Rhythm, Rollin`the Blues “ auf, mit dem berühmten Bild von mir in Prag auf dem Cover. Im Januar 95 verliessen wir Europa in Richtung Süd-Afrika. In Johannesburg kauften wir uns einen alten Mercedes und fuhren nach Cape Town. Dort spielte ich 6 Wochen lang jeden Tag an der populären Waterfront und Downtown zur Lunch-hour. Danach ging es weiter nach Namibia wo ich in Windhuk und Swakobmund spielte, bevor wir die fantastischen Nationalparks dieses Landes besuchten. Nach der Durchquerung des Caprivi Strips erreichten wir Zimbabwe. Von dort ging es über unsäglich lange Schlaglochpisten weiter nach Zambia, Malawi und Mozambique und wieder zurück nach Süd-Afrika. Insgesamt währte diese Reise 6 Monate und 20.000 unvergessliche Kilometer. Nachdem meine Tochter Soluna im Alter von 3 Jahren damit angefangen hatte bei meinen Shows den Hut herumzureichen und mich mit 4 zum ersten Mal auf einer Handtrommel begleitete, bekam sie mit 5 ihr erstes richtiges Kinderschlagzeug, auf dem sie mich von nun an in fast jeder Sommershow begleitete. Egal wo wir in Skandinavien spielten, wann immer sie sich hinter ihre drums setzte, kam der Fussgängerverkehr zum erliegen. Vor allem auf Musikfestivals wie dem Nottoden Blues Festival oder dem Tonder Folk Festival hinterliessen wir bleibende Eindrücke. Im Oktober 95 machte ich meine erste Solo-Tour nach Israel und Ägypten und Januar 96 flogen wir nach Indien, dass wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereisten. Von Goa ging es über Rajastan und Varanassi nach Nepal, wo wir mit unserer Tochter den bis zu 4000 m hochgelegen Jomson Trail trekten. Anschliessend reisten wir noch weiter nach Thailand, Malaysia, Sumatra, Bali und Lombok, bevor wir im Sommer wieder für unsere, nun schon zur festen Routine gewordene, Skandinavientour nach Europa zurück kehrten. 1997-1999 Die nächsten Winter verbrachten wir in Guatemala, wobei ich auch von dort immer wieder kleinere Trips wie zum Beispiel nach Cuba machte, das ich im Frühjahr 1999 mit meinem Freund Shy Almagor, einem israelischen Komiker, entdeckte. Für viele Kubaner war ich der erste westliche Strassenmusiker den sie je live erlebten und ich war überwältigt mit wie viel Begeisterung dieses hochmusikalische und temperamentvolle Volk meine Musik aufnahm, obwohl ich unverstärkt und nur mit Gitarre und Harmonika spielte. Im Sommer erschien meine CD “ Road Songs“, bei der meine Tochter zum ersten Mal bei einem Lied als Schlagzeugerin und Back-up Sängerin verewigt wurde. 2000-2001 Wir wollten uns gerne in Europa niederlassen, wussten aber nicht so recht wo. Bei einem Besuch einer langjährigen Freundin, der dänisch/brasilianischen Sängerin und Komponistin Maria Hiort-Peterson auf Bornholm, fanden was wir suchten. Einen einsamen alten Bauernhof, in idyllischer Umgebung auf einer wunderschönen Insel in der Ostsee. Wir entschieden uns spontan uns hier niederzulassen. Soluna entdeckte Anfang des Jahres ihre Liebe zur Bassgitarre, und konnte mich ohne allzu grosse Anstrengung bereits nach 3 Monaten auf zahlreichen Titel meines Repertoires gekonnt begleiten. Im Sommer spielten wir bereits jeden Tag bereits drei verschiedene Sets und auch für das Jahr 2001 sind gemeinsame Auftritte fest geplant. Dank der erstaunlichen Fortschritte meiner Tochter am Bass und vor allem an ihrem Gesang nahmen wir auf unserer Frühjahrstour Ende Mai, Anfang Juni nicht nur unsere 1. gemeinsame CD „ The Beat goes on “ auf, sondern gewannen beim internationalen Strassenmusikfestival in Ludwigsburg auch noch den 1. Preis unter 57 anderen Bewerbern, was uns einiges an Popularität bescherte. 2002 Im Winter waren wir wieder in Guatemala.Mit einem Freund reiste ich von dort nach Belice.Im Sommer in Norwegen: Kristiansand, Oslo, Bergen und mit grossem Erfolg spielten wir auf dem Molde Jazz Festival. Auch das Notodden Blues Festival sah uns wieder, bevor wir an neue Ufer aufbrachen:
Wir wurden zum berühmten Busker Festival in Italien eingeladen. Die Reaktion des Publikums war sensationell. Es machte wirklich Spass an einem so gut organisierten Festival zu spielen. Den Rest des Jahres verbrachten wir zuhause in Bornholm, wo sich Soluna mittlerweile auch sprachlich und auf der Schule schon gut eingelebt hatte.Ich machte eine kleine Herbst Tour durch Deutschland, wo ich wie immer auch im Dezember spielte.
|